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Erste Hilfe

In einer Krisensituation, in der die gesellschaftlichen Funktionen nicht mehr funktionieren, sind Arztpraxen und Krankenhäuser schnell überlastet. Wenn Straßen unpassierbar sind und öffentliche Verkehrsmittel nicht mehr fahren, kann es zudem schwierig werden, rechtzeitig medizinische Hilfe zu erhalten.

Sowohl große als auch kleine Verletzungen können ernste Folgen haben. Eine tiefe Schnittwunde mit starker Blutung kann lebensbedrohlich sein, ebenso wie eine kleine Schürfwunde, die sich entzündet. Die Fähigkeit, sich selbst zu versorgen, kann entscheidend sein – ein Erste-Hilfe-Set ist daher unverzichtbar. Prüfen Sie regelmäßig den Inhalt Ihres Sets und ergänzen Sie es mit Ihren notwendigen Medikamenten.

Wie man Wunden behandelt

Reinigen Sie die Wunde so schnell wie möglich, um Infektionen zu vermeiden. Entfernen Sie Fremdkörper wie Glas oder Schmutz durch Spülen. Reinigen Sie anschließend die Wunde mit Wunddesinfektion oder milder Seife sowie die umliegende Haut.

Kleinere Schnittwunden
Bei größeren Verletzungen sollte ein Arzt aufgesucht werden. Kleinere Schnitte werden gespült, die Wundränder zusammengedrückt und die Blutung mit Kompresse und Druck gestillt. Halten Sie die verletzte Stelle hoch. Fixieren Sie die Wundränder mit Pflaster, Strips oder chirurgischem Tape.

Tiefe Schnittwunden
Tiefe Schnitte sollten innerhalb von 6 Stunden genäht werden. Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, besonders bei Verletzungen an den Händen. Wenn Finger nicht bewegt werden können, sind möglicherweise Sehnen oder Gelenke verletzt.

Stärkere Wunden und Blutungen
Verwenden Sie größere Kompressen und fixieren Sie mit Tape oder Binden. Bei pulsierenden Blutungen ist vermutlich eine Arterie verletzt. Der Verletzte sollte liegen, die Wunde hochgelagert und ein Druckverband angelegt werden. Rufen Sie sofort den Notruf 112.

Feuchte Wunden heilen schneller
Ein feuchtes Milieu fördert Zellwachstum und Heilung. Verwenden Sie moderne Spezialpflaster, die Wunden feucht halten. Diese sind wasserfest und flexibel, jedoch nicht für infizierte Wunden geeignet.

Der Heilungsprozess
Der Körper bildet Krusten, Fibrin und entsendet weiße Blutkörperchen zur Abwehr. Eine leichte Rötung (Entzündung) ist normal. Wird sie stärker, entsteht Eiter, rote Streifen in Richtung Lymphknoten oder Fieber → sofort ärztliche Hilfe suchen.

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